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Wanderausstellung

„Vorhang auf – Film ab. Kino und Kindheit im 20. Jahrhundert“

Kinder und Jugendliche sind seit der Erfindung des Films eifrige Kinogänger. Bevor sich das Fernsehen in den 1960er Jahren etabliert, ist das Kino für viele von ihnen ein wichtiger Ort der Freizeitgestaltung. Doch die Vorführungen sorgen seit Beginn des 20. Jahrhunderts auch für kontroverse Diskussionen. Häufig besucht die ganze Familie das Kino, unabhängig vom Inhalt der Filme und auch am späten Abend. Der Ruf nach Jugendschutz wird laut. Es folgen erste Gesetze, Filmzensur und Jugendvorstellungen. Befürworter nutzen die neuen Möglichkeiten des Mediums für Bildung und Belehrung. Filme werden Bestandteil des Unterrichts. Die Werbung entdeckt eine neue Zielgruppe. Das Heimkino hält Einzug im Kinderzimmer. Die Ausrichtung des Films auf die heranwachsende Generation hat auch eine politische Seite. In der Zeit des Nationalsozialismus und in der DDR steht die ideologische Erziehung der jungen Staatsbürger im Vordergrund. Propagandafilme richten sich nun ebenfalls an Kinder und Jugendliche.

Die Ausstellung des Antimilitaristischen Fördervereins Potsdam und der Ethnologin Jeanette Toussaint in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum Potsdam präsentiert am Beispiel des Landes Brandenburg die vielfältigen Aspekte dieser Film- und Gesellschaftsgeschichte zwischen 1900 und 1990.

Mädchen beim Verteilen von Einladungen für die Sommerfilmtage 1969

Mädchen beim Verteilen von Werbung für die Sommerfilmtage 1969, im Hintergrund Straßenbahn-Werbung für die Veranstaltungen im Ernst-Thälmann-Stadion Potsdam
Foto: Karl-Heinz Reißmann, Filmmuseum Potsdam

 

Folgende Thementafeln erwarten Sie:
1. Einführung
2. Mehr als Kino – Erinnerungen (Hörstation)
3. Aufklärung und Werbung (Filmstation)
4. Dem Alter entsprechend – Vom Familienfilm zum Jugendfilm
5. Kampf dem Schundfilm – Jugendschutz und Filmzensur bis 1920
6. Es war einmal… Mit Märchenfilmen durch die Zeiten
7. Propaganda und Unterhaltung – Jugendfilm im Nationalsozialismus
8. Unsere Kunden von morgen – Werbefilme für das junge Publikum
9. P 6 – ZUTRITT AB 6 JAHREN. Kinderkino in der DDR
10. P 14 – ZUTRITT AB 14 JAHREN. Jugendkino in der DDR
11. Für Bildung geeignet – Schule im Kino
12. Das Kino im Kinderzimmer. Heimfilme für Unterhaltung und Bildung

Wir würden uns freuen, wenn auch Schulklassen die Ausstellung besuchen. Die Inhalte lassen sich in die Fächer Politische Bildung, Geschichte und Kunst integrieren, können aber auch fächerübergreifend und in Projektwochen behandelt werden.

Ausleihe

Die Ausstellung kann kostenfrei bei uns ausgeliehen werden. Die Tafeln sind 1 x 2 Meter groß, flexibel montierbar und damit sowohl nebeneinander, als auch im Verbund aufstellbar. Für die Werbung erhalten Sie beschreibbare A3- und A4-Plakate im PDF-Format sowie ein Roll up. Sollten Sie Interesse haben, wenden Sie sich bitte an Jeanette Toussaint (j.toussaint@freenet.de oder telefonisch unter 0331 718296)

 

Bisherige Ausstellungsorte

 

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit

   

im Rahmen des Themenjahres " Kindheit in Brandenburg" erstellt.

Ihre Erstellung wurde gefördert von