Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leser,

ich lade Sie hiermit herzlich ein, einen jüdischen Friedhof in Brandenburg zu besuchen. Der Autor bietet Ihnen dazu kompetente Beratung an, möchte Sie begleiten ohne unmittelbares Erleben zu ersetzen. Dieses kurzgefasste Handbuch kann zugleich als besonderer Reiseführer dienen.
Kommen Sie, genießen Sie die ruhige und besinnliche Atmosphäre und blättern Sie im steinernen Familienalbum der Juden. Auch wenn dort viele Bilder und manchmal ganze Seiten fehlen, spüren Sie den Hauch vergangene Jahrhunderte. Ich bin mir sicher, dass Ihnen diese Begegnung mit deutscher Geschichte unvergesslich bleiben wird.
Besonders würde ich mich darüber freuen, wenn sich daraus persönliche Beziehungen zu Mitgliedern aus den im Landesverband zusammengeschiossenen jüdischen Gemeinden in Bernau, Brandenburg an der Havel, Cottbus, Frankfurt/ Oder, Königs Wusterhausen, Oranienburg und Potsdam entwickeln würden.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die mitgeholfen haben, dass die Begräbnisstätten für Juden in dieser Region erhalten und gepflegt wurden. Nicht nur in Worten, sondern durch praktisches Handeln setzten sich immer wieder Nichtjuden über antijüdische Vorurteile hinweg. Sie haben sich mutig gegen die Folgen von Gewaltanwendung, Störungen der Totenruhe, Grabschändungen, rechtsextremistischen Schmierereien und Vandalismus gewehrt. Gemeinsam ringen viele Freunde um das Zurückdrängen der Ursachen für Fremdenfeindlichkeit und Hass. Ohne dieses tatkräftige Einschreiten wäre auch der Besuch mancher jüdischer Friedhöfe nicht mehr möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Nachum Presman
Landesrabbiner