Fahnenflucht in Potsdam

Wegmarken Potsdamer Demokratie

 

Donnerstag 21.6.2018 19:30 Uhr Filmmuseum Potsdam

Fahnenflucht in Potsdam (1713 bis 1918) – ein Ausstellungsprojekt

Seit der Antike werden Fahnenflüchtige bestraft. Die Sanktionen reichten von körperlicher Züchtigung bis hin zur Todesstrafe. Über das Schicksal von Deserteuren im Zweiten Weltkrieg ist mittlerweile relativ viel bekannt. Doch warum verließen Soldaten in den vergangenen Jahrhunderten ihre Truppe? Fehlende Aufzeichnungen und später der Blick aus juristischer Sicht verstellen den realen Zugang; viele Gründe können nur vermutet werden: bessere Bedingungen in der gegnerischen Armee, Angst vor dem Tod, Sehnsucht nach der Heimat, ausbleibender Sold…Und was bedeutete es für die Helfenden, wenn der Plan fehl schlug? Wer profitierte von einer gescheiterten Flucht? Diesen Fragen soll ein Ausstellungsprojekt des Vereins zur Förderung antimilitaristischer Traditionen am Beispiel von Potsdam und weiteren brandenburgischen Orten nachgehen.

Standbild aus DÈSERTEUR

 

Standbild aus „DÈSERTEUR“ (F 2017, Regie: Mathilde Dourdy)

Die Ethnologin Jeanette Toussaint stellt erste Rechercheergebnisse vor und präsentiert drei Kurzfilme, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Thema nähern.

 

DER DESERTEUR

Deutsche Mutoskop- und Biograph-Gesellschaft 1909; 4 Minuten

DÈSERTEUR

F 2017 1 Minute 25 sec Regie: Mathilde Dourdy

JOSEFS BRÜDER

D 2005 (HFF München) 14 Minuten Regie: Philipp Clarin

 

Die Recherchen förderte die Landeshauptstadt Potsdam, das Filmprogramm die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung.

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